#Bienenfreund

Wir können mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, wie ein insektenfreundlicher Garten aussehen kann. Und: Schön wäre es doch, wenn wir Vielfalt in den Garten bringen – nicht nur auf Pflanzen- sondern auch auf sozialer Ebene.

Dr. Mirko Lunau
Imker
hauspost.de

Nicht nur für Bienen gut

Wir von maxpress nutzen unseren offenen Garten für eine Auszeit, kreatives Denken und in den schönen Tagen des Jahres sicher auch einmal für Kundenveranstaltungen. Zwischen friedlichem Gesumm und an der frischen Luft ist vieles möglich!

Mittlerweile wohnen vier Bienenvölker in unserem hauspost-Bienengarten. hauspost-Honig gibt es auch schon. Lecker!
Aus einem süßen Traum wurde also Wirklichkeit.

Sven Heidemann

Es summt in der Leitung...

Möchten Sie Bienenfreund werden?
Wir freuen uns auf Ihre Fragen zum Projekt!

Sven Heidemann – Projektmanager
sh@maxpress – (0385) 760 520

30.07.20

Vorräte für den Winter sammeln

Ab der Sommersonnenwende bereiten sich die Bienen auf die kalte Jahreszeit vor

Krösnitz • Haben die Bienen genug Rähmchen ausgebaut? Haben sie genug Waben für die Wintervorräte gebaut? Das zu kontrollieren, ist diesmal die Aufgabe von Imker Dr. Mirko Lunau. Er berät die Bienenfreunde der hauspost fachlich und schaut immer wieder auch persönlich vorbei.

Dabei freut er sich über die blühende Wiese, auf der die Kästen der beiden Bienenvölker stehen. Da es in der ersten Julihälfte relativ kalt war, konnten die Bienen in dieser Zeit kaum noch Nektar sammeln. Finden die Bienen zu wenig Futter, muss dazugefüttert werden, damit die Tiere über den Winter kommen. Um das zu prüfen, schaut der Experte in die Bienenkästen. Vorsichtig öffnet er den Deckel der Behausung, aus der es kräftig summt. Mit dem Rauchgerät beruhigt der Imker die Insekten. Bei der Besichtigung der Waben ist Mirko Lunau zufrieden. Er sieht, dass die Tiere reichlich Blütenstaub in die Kästen bringen, der für den Rest des Bienenjahres dringend notwendig ist. „Der Pollen ist das Eiweiß, das die Bienen von den Staubgefäßen der Blüten sammeln und damit füttern sie ihre Brut.

Außerdem erzeugen sie aus dem Honig-Pollengemisch einen Futtersaft, mit dem sie Larven und auch die Königin füttern.” Als Nächtes kontrolliert der Imker das Brutgeschehen. „Die Bienen brüten auf fünf Waben – das ist sehr schön”, sagt Mirko Lunau und freut sich auch über die Entwicklung des Volkes. Aus ürsprünglich 15.000 Bienen sind in den vergangenen Monaten 30.000 geworden. Die Brut, die sich jetzt in den Waben entwickelt, wird als sogenannte Winterbiene das Volk durch die kalte Jahreszeit bringen. Dazu bilden die Insekten eine wärmende Wintertraube und halten die Innentemperatur der Brutnester auch bei Frost bei konstant 35 Grad. Die Energie für diese Wärme ziehen die Tiere aus den Brut- und Futterwaben, die – bis es kalt wird – noch mit Nahrung gefüllt werden müssen. Alle hauspost-Leser sind herzlich eingeladen, dies zu beobachten.

Jetzt auf einen Besuch vorbeikommen!
In der Kleingartenanlage Ostorf im Pappelweg 5 versteckt sich der grüne Bienengarten der hauspost.
Gelbe Schilder mit dem Bienen-Logo zeigen ab der Stadionstraße den Weg. Wer neugierig ist, kann die vier emsigen Völker gerne einmal besuchen. Egal ob einfach nur Bienenfreund oder bienenbegeisterte Schulklassen – die hauspost nimmt gerne alle Interessierten mit auf einen kleinen Ausflug in die Welt der fleißigen Insekten.


Steffen Holz

02.07.20

Die Rückkehr der Königinnen

Nach dem Ausschwärmen kehren die Bienenvölker nun in ihren Garten zurück

Krösnitz • Der Bienengarten des hauspost-Teams steht in voller Blüte und auch die Bienen haben sich fleißig vermehrt – so sehr, dass die Völker ausgeschwärmt sind, um einen neuen Bienenstaat zu gründen. Doch nach der Krönung kommt die Arbeit. Das gilt für die Bienen ebenso wie für den Imker. Das hauspost-Team war dabei, als Dr. Mirko Lunau (Foto rechts) seine fleißigen Tiere eingesammelt und in ihren neuen Stock auf der Krösnitz gebracht hat.

Ein offener Bienengarten zur gemeinschaftlichen Nutzung, das war lange Zeit der Traum der hauspost-Redaktion. Im vergangenen Frühjahr ging dieser dann endlich in Erfüllung. Die ersten Bienenvölker zogen ein und fühlten sich auch direkt wohl. Um den Garten noch wohnlicher und nahrhafter zu gestalten, haben sich in diesem Frühjahr engagierte Leser mit dem hauspost-Team zusammengetan. Es wurden Ideen ausgetauscht, Beete angelegt und der Zaun erneuert. Nun ist das Saatgut vom Grabower Backhus gut aufgegangen und die Bienenvölker sind soweit gewachsen, dass sie im Juni ausgeschwärmt sind: ein wahres Naturspektakel, bei dem sich ein Bienenstaat in zwei Völker aufteilt.
Doch bevor die Bienen ausschwärmen können, muss die amtierende Königin für Nachfolge sorgen. Dazu legt sie Larven ab, die von den Ammenbienen fürsorglich gehegt und gepflegt werden. Die zukünftigen Monarchinnen bekommen von ihnen nur das beste Geleé royale. Dieses edle Gemisch aus Pollen und Drüsenflüssigkeit ist eine wahre Kalorienbombe. Dadurch werden die Regentinnen größer als der Rest des Gefolges. Bei Bienenköniginnen sind ganz klar Kurven Trumpf.
Kurz bevor die neue Monarchin schlüpft, verlässt die alte Regentin mit einem Großteil ihres Hofstaats den Bienenstock. Sogenannte Spurbienen suchen nach einer neuen Behausung. Meist handelt es sich um Astlöcher in wenigen Metern Entfernung. Das macht es auch dem Imker leichter, sie wiederzufinden, wie Dr. Mirko Lunau verrät. Mithilfe eines speziellen Beutels fängt er die Königin ein und der Hofstaat folgt in den neuen Stock. Da die sensiblen Tiere ihn nicht finden würden, wenn er während der Pollensuche versetzt wird, verschließt der Imker den Kasten vorsichtig vor dem Transport zum Garten. „Nun müssen die Bienenvölker wachsen und Vorräte für den Winter anlegen“, sagt Imker Dr. Mirko Lunau. Alle hauspost-Leser sind herzlich eingeladen, dies zu beobachten.

Jetzt auf einen Besuch vorbeikommen!
In der Kleingartenanlage Ostorf im Pappelweg 5 versteckt sich der grüne Bienengarten der hauspost.
Gelbe Schilder mit dem Bienen-Logo zeigen ab der Stadionstraße den Weg. Wer neugierig ist, kann die vier emsigen Völker gerne einmal besuchen. Egal ob einfach nur Bienenfreund oder bienenbegeisterte Schulklassen – die hauspost nimmt gerne alle Interessierten mit auf einen kleinen Ausflug in die Welt der fleißigen Insekten.


Reica Lindner

30.04.20

Schweinerei im Bienengarten

Borstenvieh untergräbt Honigsammler und durchwühlt den Boden

Krösnitz • Im April sorgte eine Rotte Wildschweine für Unmut auf der Halbinsel. Sie zog durch die Kleingärten und wühlte die Böden auf. Auch der hauspost-Bienengarten war davon betroffen.

Eigentlich wollten die ersten hauspost-Leser mit der Bestellung des Gartens vor Ostern beginnen. Ein Gemüsebeet war schon in Planung und eine Kräuterecke sollte angepflanzt werden. Doch das musste erstmal warten. Wildschweine hatten ganze Arbeit bei der Suche nach Knollen und Blumenzwiebeln geleistet. Tiefe Löcher und Furchen in der Bienenwiese und eine Schneise der Verwüstung haben die Borstigen bei ihrem Treiben hinterlassen.

Umgehend wurde mit den Aufräumarbeiten begonnen. Mitarbeiter der hauspost packten mit an und bekamen Unterstützung von benachbarten Unternehmen, um den Bienengarten wieder auf Vordermann zu bringen. Tischlermeister Matthias Fuchs zimmerte eine neue Gartenpforte. Marius Göttsching und Sven Heidemann vom -hauspost-Team nahmen die Spaten in die Hand und bereiteten die ersten Beete vor. Mit Hilfe der Hausmeister von der Unternehmensgruppe Kämmerer wurde die verwüstete Flächen wieder eingeebnet, sodass die vom Grabower Backhus spendierten Samen für die Bienenweide ausgebracht werden konnten. „Der Anfang ist gemacht, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns, damit es hier wieder schön werden kann“, sagt Sven Heidemann.

Angst vor den Bienen braucht keiner zu haben. Denn Bienen stechen nur selten. Es ist schön, beim Verweilen am Gartenzaun den summenden Insekten bei ihrem Treiben zuzuschauen. Auch wenn die Wildschweine auf ihrer illegalen Gartentour den Bienenvölkern nichts anhaben konnten, musste Imker Dr. Mirko Lunau Verluste feststellen. „Ein Bienenvolk ist leider nicht über den Winter gekommen. Die anderen drei haben es geschafft“, sagt er. Schon im vergangenen Jahr hatte er zusammen mit dem hauspost -
Team vier Völker im Bienengarten angesiedelt. „Ich gehe davon aus, dass unsere Bienen demnächst schwärmen. Das ist ein wundervolles Schauspiel“, erklärt der Imker. Er fährt dann los, um den Schwarm wieder einzufangen. Für den Bienenfreund ist diese Zeit besonders interessant. Die Bienen stellen sich auf die Blütezeit ein und die ist früh dran. „Durch den milden Winter sind wir drei Wochen früher als sonst“, stellt Dr. Mirko Lunau fest. Die Birne blühte schon Mitte April und auch die Apfelblüten und der Raps sind schon da. Nun wird sich zeigen, ob 2020 wieder ein bienenfreundliches Honigjahr wird.

Jetzt Mitmachen! Zweites Treffen der Bienengärtner
In der Kleingartenanlage Ostorf im Pappelweg 5 befindet sich der Bienengarten der hauspost. Schilder zeigen in der Stadionstraße den Weg. Am 12. Mai um 17 Uhr können sich interessierte Bienenfreunde und Gärtner über das Projekt „Bienengarten“ informieren und sich einbringen. Bei Regen findet das Treffen in der Stadionstraße 1 in Schwerin, Konferenzraum 1. OG statt. Anmeldungen unter der (0385) 760 520 oder per E-Mail an office@maxpress.de.

Gartenpflanzen gesucht: Stauden, Büsche, Kräuterpflanzen oder Blumenzwiebeln – Wer kann helfen?

Holger Hermann

Matthias Fuchs bei der Arbeit im Bienengarten
27.09.19

Anpacken im Bienengarten

Jeder kann jetzt mitmachen

Krösnitz • Äpfel pflücken, Kräuter anbauen, Wege anlegen, Zäune setzen und dabei immer den fleißigen Bienen zuschauen. Im Bienengarten auf der Krösnitz dürfen hauspost-Leser und Gartenfreunde künftig zusammenkommen, sich kennenlernen, anpacken und vielleicht auch die Erfolge der Arbeit gemeinsam ernten.

„Wir suchen Menschen mit Gartenerfahrungen und handwerklichem Geschick, aber auch fleißige Köpfe, die einfach nur dazu lernen wollen oder Ideen einbringen. Jeder ist herzlich willkommen“, sagt Holger Herrmann vom Stadtmagazin hauspost. „Inspiriert wurden wir von zahlreichen Nachfragen zu unserem Bienenprojekt. Unsere Leser haben uns von Stadtgärten in Berlin und Leipzig berichtet. Da treffen sich Interessierte zum Gärtnern und lernen sich dabei kennen. Jeder darf sich frisches Obst, knackige Tomaten oder Kräuter mit nach Hause nehmen. Eine schöne Idee, warum also nicht in Schwerin?“

Schon jetzt wird der Bienengarten von vier Bienenvölkern „bewirtschaftet“. Imker Mirko Lunau und Mitarbeiter der hauspost beobachten und betreuen die Bienen, wenn sie ihren Honig aus der Nachbarschaft zusammen sammeln. Der erste Honig kommt schon zum Jahresende.

Nun soll aber auch der restliche Kleingarten urbar gemacht werden und künftig gemütlicher Treffpunkt für Menschen sein. Noch im Herbst könnten die Planungen dazu abgeschlossen und die ersten Hochbeete, Zäune und Beete entstehen. „Dafür brauchen wir fleißige Hände“, so Holger Herrmann. „Wer also Lust hat, dabei zu sein, kann sich bei uns melden und anderen von der Idee erzählen.“

Nächster Termin im Bienengarten

Das erste Treffen der Interessenten findet am 17. Oktober 2019, 17 Uhr in der Stadionstraße 1 statt. Anschließend geht es in den Bienengarten. Fragen und Anmeldungen unter Telefon (0385) 760 520 oder per E-Mail an ang@maxpress.de.

26.08.19

Beste Bedingungen im Bienengarten

Vier Völker haben sich in einer Parzelle auf der Krösnitz eingewöhnt und entwickeln sich prächtig

Gartenstadt • Das Bienenjahr neigt sich dem Ende und die fleißigen Insekten ziehen sich zunehmend in ihre Beuten zurück. Dort bereiten sie sich auf den Winter vor. Vier Völker haben dafür in der Kleingartenanlage Ostorf nun einen perfekten Ort gefunden. Ende Juli hat Demeter-Imker Dr. Mirko Lunau vier jungen Schwärmen im hauspost-Bienengarten ein neues Zuhause gegeben.

Nachdem das erste hauspost-Bienenvolk Opfer einer „bockigen” Attacke wurde, konnte es nicht länger auf der Krösnitz bleiben. „Ein Umzug ist innerhalb eines gewissen Umkreises nicht möglich, wenn die Bienen sich in der Gegend erstmal eingeflogen haben”, erklärte Mirko Lunau den traurigen hauspost-Redakteuren. Doch schnell war eine neue Lösung gefunden – in der benachbarten Kleingartenanlage. Eine leerstehende Parzelle mit rund 550 Quadratmetern bietet genug Platz zum Entfalten und beste Bedingungen. „Hier haben die Bienen eine große Vielfalt an Pollen und es blüht das ganze Bienenjahr über etwas”, weiß der Imker. Und so brachte er im Juli vier Bienenschwärme mit auf die Krösnitz und stellte sie im neuen Bienengarten auf. Die jungen Völker hatten sich während der Schwärmzeit neu zusammengefunden und dürfen nun auf der Krösnitz wachsen und gedeihen.

Und das tun sie. „Den Bienen geht es wirklich sehr gut. Sie haben mit den Wintervorbereitungen begonnen, ordentlich Honig eingelagert und brüten fleißig. Ein Volk war sogar so eifrig, dass es erneut geschwärmt hat”, berichtete Mirko Lunau bei einem Kontrolltermin Anfang August. Vorsichtig entnahm er dabei einzelne Waben  und begutachtete den herausnehmbaren Boden der vier Beuten. „Darauf sehen wir sehr gut die vielen verschiedenen Pollenarten, die die Bienen gesammelt haben. Sollte es einen Milbenbefall geben, kann man das ebenfalls erkennen.”

Um den Bienen durch den Winter zu helfen, prüft der Imker, ob genug Honig in den Waben eingelagert ist. 18 bis 20 Kilogramm braucht jedes Volk über die kalten Monate. Bei den jungen Schwärmen muss Mirko Lunau ein wenig zufüttern – Zuckerlösung, natürlich in Demeter-Qualität. Bei Milbenbefall behandelt er mit Oxalsäure, doch das ist bei den Krösnitz-Bienen noch nicht nötig. „Hier sieht alles sehr gut aus”, lobt der Imker. Ein Blick über und hinter den Zaun des Bienengartens ist übrigens ausdrücklich erlaubt.

Jetzt auf einen Besuch vorbeikommen!

In der Kleingartenanlage Ostorf im Pappelweg 5 versteckt sich der grüne Bienengarten der hauspost.
 Gelbe Schilder mit unserem Bienen-Logo zeigen ab der Stadionstraße den Weg zur richtigen Parzelle. Wer neugierig ist, kann die vier emsigen Völker dort gerne einmal besuchen. Egal ob einfach nur Bienenfreund oder bienengeisterte Schulklassen – die hauspost nimmt gerne alle Interessierten mit auf einen kleinen Ausflug in die Welt der fleißigen Insekten. Termine dafür können ganz einfach per Telefon unter der (0385) 760 520, per Mail unter ang@maxpres.de oder persönlich mit der hauspost bei maxpress in der Stadionstraße 1 gemacht werden. Wir freuen uns auf euch!

Honig ist mehr als nur ein Lebensmittel

Mit Honig lässt sich nicht nur süßen. Er hat darüber hinaus auch Eigenschaften, die ihn zum Beispiel als Hausmittel bei kleineren Wehwehchen oder als Schönheitshelfer geeignet machen. Schon in der Antike wurde Honig als Heilmittel geschätzt. Er enthält viele wichtige Antioxidantien, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Als Virenkiller tut Honig besonders bei Erkältungen gut.

Aber auch bei äußerlicher Anwendung macht sich beispielsweise seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung bemerkbar. Warum nicht mal eine Honig-Schönheitskur machen? Dafür einfach je drei Esslöffel Honig und Magerquark vermengen, auf dem Gesicht verteilen, einwirken lassen und abspülen – Naschen ist erlaubt!

Guten Appetit: Das blüht im Sommer für die Stadtbienen

Blutweiderich
 • Gurkenkraut
 • Ehrenpreis
 • Fette Henne
 • Flockenblume
 • Glockenblume
 • Himbeere
 • Brombeere
 • Himmelsleiter
 • Klee
 • Katzenminze
 • Kornblume
 • Lilie 
• Linde
 • Flammenblume
 • Schmucklauch
 • Seidenpflanze
 • Sonnenblume
 • Sonnenbraut
 • Steinklee
 • Thymian
 • Waldrebe
 • Wegwarte
 • Wicke
 • Wiesenknöterich


28.05.19

Bienenvölker fördern Bewusstsein

Auf der Krösnitz haben die fleißigen Insekten ein neues Zuhause gefunden und sich eingelebt

Gartenstadt • „Was soll die Biene in der Stadt?“ Diese Frage stellen sich wohl viele, wenn sie davon hören, dass die summenden Völker auf den Dächern des Schlosses, des Stadthauses und ins Freilichtmuseum Mueß einziehen. Der Demeter-Imker Dr. Mirko Lunau begleitet diese drei Projekte – und nun ein viertes. Auch auf der Krösnitz entsteht ein kleines Bienenparadies.

Vorsicht bugsiert Mirko Lunau mit einiger Hilfe den schweren Bienenkasten an seinen neuen Standort. Rund 40.000 Bienen summen darin wild hin und her. „Sie sind ein wenig aufgeregt. Immerhin fahren sie nicht sehr oft im Auto mit”, sagt der Imker zwinkernd. Dann zieht er langsam und bedächtig den Klebestreifen ab, der das Flugloch verschließt. Neugierig dringen die Bienen an die frische Luft und starten zu ihren ersten Erkundungsflügen. Ungefähr zwei Tage wird es dauern, bis sie ihr neues Zuhause auf dem Gelände der Unternehmensgruppe Kämmerer erkundet haben.

Doch warum hier, mitten in der Landeshauptstadt? „Wir wollen die Ansiedlung von Bienenvölkern fördern – und das natürlich am liebsten hier auf der Krösnitz, vor unserer Haustür”, erklärt Holger Herrmann, Chefredakteur der hauspost, die das Bienenprojekt ins Leben gerufen hat. „Die Nähe zu den Völkern ist uns deshalb wichtig, weil wir das ganze Projekt nicht nur aktiv, sondern auch medial begleiten wollen. Es geht uns nicht darum, ganz viel Honig zu ernten. Wir wollen das Bewusstsein für die Biene schärfen.”

Über alle Kanäle – vom hauspost-
Magazin über den Online-Auftritt bis hin zu den Sozialen Medien – werden die Redakteure den Einzug und die Entwicklung der Bienen begleiten. Regelmäßig liefern sie spannende Fakten rund um Biene, Honig und Imker sowie einzigartige Einblicke in das Leben der Bienenvölker. So nehmen Dr. Mirko Lunau und das Magazin alle Anwohner, Bienenfreunde und Interessierte mit auf die spannende Reise und geben Tipps, was sie selbst für die Insekten tun können.

Auch auf die Frage, ob ein Bienenvolk in der Stadt Sinn macht, gibt es eine Antwort: „Auf jeden Fall”, sagt Dr. Mirko Lunau. Monokulturen und Pestizide machen das Bienenleben auf dem Land sehr eintönig und alles andere als gesund. In der Stadt blüht hingegen immer etwas, es gibt weniger Pestizide. Der Demeter-Imker ist deshalb bereits mit zwei Dritteln seiner Völker in die Stadt gezogen. Die Entwicklung hält er mit technischen Messungen fest und wertet sie aus. So ergeben sich spannende Einblicke in das Bienenleben.

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